Kirchenringmauer Irmelsberg

“DER THURN HIE STEHT IN GOTTES HEND BEWAR IN BIS AN DER WELT END.“
(Der Turm hier steht in Gottes Hand, bewahr ihn bis an das Welt Ende.)
Inschrift unter dem Schallloch des Kirchturms Crock

 

St. Veits-Kirche

Bild: Michael Bauer

 

Die evangelische Pfarrkirche St. Veit ist ein Kulturdenkmal in Crock, einem Ortsteil der Gemeinde Auengrund. Die Kirche befindet sich auf einer Anhöhe, etwa 800 Meter vom Ort entfernt und ist von einer umwallten Wehrmauer mit Schießscharten umgeben.

 

Die Historie unserer Kirche bzw. des heiligen Platzes reicht weit - bis in siebte Jahrhundert  – zurück.


Der Kirchenreformer Bonifatius stürzte auf der Bergnase Crock das Irminheiligtum und ließ hier drei Kreuze aufstellen.


Vorgängergebäude der heutigen Kirch war eine dem Veit geweihte Kapelle, die im achten Jahrhundert errichtet wurde, ihr Aussehen ist nicht überliefert. Es entwickelte sich eine Wallfahrt. In einem Register der Lebendigen und der Toten aus dem Jahr 1452 wurden Gläubige erwähnt, die Geld für den Kirchenneubau gegeben hatten. Diese Kapelle wurde auch für Wallfahrten genutzt und wurde nach einiger Zeit zu klein. Mit Hilfe der umliegenden Gemeinden wurde 1489 unter Leitung des Propstes Kilian von Bibra, die spätgotische Kirche auf dem Irmelsberg errichtet.


Einen eigenen Pfarrer hatte die Gemeinde zu dieser Zeit nicht, der nächste Geistliche lebte in Eisfeld. Mit der Reformation kam ein evangelischer Pfarrer in die Gemeinde, auf seine Weisung wurden die Heiligenfiguren und der Hochaltar aus der Kirche entfernt. Von der ehemaligen Einrichtung blieben nur der Tabernakel und der spätgotische Taufstein erhalten.

Im Laufe der Zeit brannte die Kirche mehrfach aus und wurde immer wieder aufgebaut. Bei der Sanierung im Jahr 1908 wurde die Orgel von 1731 auf die Westempore umgesetzt. Sie wurde von Johann Christian Dozauer aus Hildburghausen gebaut. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Westturm beschädigt und 1946 repariert. Die letzte Kirchsanierung erfolgte in den Jahren 1983 und 1985 – in der Amtszeit von Pfarrer Johannes Ziegner.


Hier wurden auch Teile der Ringmauer instandgesetzt.

 

Leider nagt an unseren historischen Gebäuden – insbesondere unserer Kirchenmauer - der Zahn der Zeit, wie die Bilder zeigen.

 

Einsturzstelle Nord 17 Jahre

Einsturzstelle Nord 17 Jahre II

Einsturzstelle süd ehemaliger Zugang Küsterschule über 20 Jahre I

Einsturzstelle süd ehemaliger Zugang Küsterschule über 20 Jahre II

 

Getreu diesem Motto “ DER THURN HIE STEHT IN GOTTES HEND BEWAR IN BIS AN DER WELT END.“ soll das Vermächtnis unserer Vorfahren erhalten bleiben.


Unser Verein, dessen Mitglieder unter anderem der Kirchgemeinde Crock/ Oberwind und dem Kirchenchor angehören, haben sehr großes Interesse daran den Verfall der Kirchenmauer aufzuhalten – der seit mehr als 17 Jahren nun stetig fortschreitet.

 

Ein Schreiben mit Vorschlägen und Bekundung zur Unterstützung der Instandsetzungsmaßnahmen wurde beim Pfarramt bereits eingereicht (März 2017), leider bis dato mit wenig proaktivem Ergebnis.

 

Hier Auszüge aus dem Schriftverkehr:

Schreiben Vereinsvorsitzender vom 21.03.2017

Rückmeldung Pfarrer Flade vom 31.03.2017